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Realisierungswettbewerb Neubau Verwaltungsgebäude Ostallee 71 in Trier

 

Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung:

Durch die Gliederung des Gebäudes wird versucht, auf die Körnigkeit des unmittelbaren städtebaulichen Umfeldes einzugehen. Zum einen wird die Maßstäblichkeit der Gebäude an der Ostallee aufgenommen und zugleich eine gut erkennbare Eingangssituation geschaffen.
Die Trennung der fußläufigen und der Fahrerschließung ist funktional gut gelöst. Die Anordnung der Stellplätze im Vorgartenbereich ist so nicht zulässig und wäre im weiteren Verfahren umzuplanen.

Die gute äußere Erschließung findet im Inneren ihre Fortführung. Annähernd in der geografischen Mitte wird das dreigeschossige Gebäude über eine Halle I Lobby erschlossen. Die dezentrale vertikale Erschließung wird kontrovers diskutiert, da sie die Auffindbarkeit der verschiedenen Funktionseinheiten erschwert. Die konventionelle Mitteiflurerschließung ist zwar wirtschaftlich, aber nicht besonders attraktiv und bietet kaum Aufenthaltsqualität.
Der Zuschnitt der Büroräume ist proportional gut gegliedert.

Der Entwurf überzeugt durch den fast exakten Nachweis des zu erfüllenden Raumprogramms und somit auch der Wirtschaftlichkeit. Allerdings müsste die Flächenbilanz bei realistischer Darstellung der Flurwände (im Wettbewerbsentwurf ist die Konstruktionsfläche nur als Strichlinie dargestellt) sowie ggfs. die daraus folgenden Auswirkungen auf BGF, BRI und Bauwerkskosten überprüft werden.

Die konsequente Gestaltung der Grundrisskonfiguration findet in der Fassade ihre Entsprechung. Analog der Büronutzung wird eine regelmäßig und harmonisch gegliederte Fassade gezeigt. Der proportionale Aufbau der Fassade in drei Vollgeschosse und das Zeigen des Dachgeschosses wird vom Preisgericht gewürdigt.

Die Kompaktheit der Bauweise begünstigt ebenso ein Niedrigenergiekonzept
und lässt im Sommerfall ein behagliches Büroklima erwarten. Der notwendige Luftaustausch wird fast gänzlich über zu öffnende Fenster realisiert, was die Betriebskosten in diesem Punkt begünstigt. Die größeren Besprechungsräume erhalten ergänzend lüftungstechnische Anlagen.

Mit fuchs.maucher.architekten.bda, Waldkirch